Lärm- und Vibrations-ArbSchV: Auslöse- und Grenzwerte 2026
Ab 80 dB(A) sind Maßnahmen zu prüfen, ab 85 dB(A) sind sie verpflichtend — die LärmVibrationsArbSchV bleibt zentraler Rechtsrahmen.
Auslöse- und Grenzwerte
Unterer Auslösewert: LEX,8h = 80 dB(A) oder Spitzenpegel 135 dB(C). Oberer Auslösewert: 85 dB(A) oder 137 dB(C). Expositionsgrenzwert (mit Gehörschutz): 87 dB(A) oder 140 dB(C).
Messpflichten
Fachkundige Messung nach DIN EN ISO 9612 bei Verdacht auf Überschreitung der unteren Auslösewerte. Wiederholung bei technischen oder organisatorischen Änderungen.
Maßnahmen
Ab oberem Auslösewert: Kennzeichnung von Lärmbereichen, verpflichtender Gehörschutz, arbeitsmedizinische Pflichtvorsorge (ArbMedVV), Lärmminderungsprogramm.
Sofortiger Handlungsplan
- 1Lärmkataster erstellen und mindestens alle 3 Jahre aktualisieren.
- 2Vibrationsexposition Hand-Arm und Ganzkörper bewerten.
- 3Gehörschutz mit passendem SNR-Wert bereitstellen.
- 4Pflichtvorsorge nach ArbMedVV Anhang Teil 3 organisieren.
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